Anarchistische Gruppe Mannheim

3. Anarchistische Buchmesse in Mannheim vom 24. bis 26. April 2015

3. Anarchistische Buchmesse in Mannheim

Vom 24. bis 26. April fand zum dritten Mal die Anarchistische Buchmesse Mannheim statt. Über 2.000 Interessierte besuchten einen der über zwanzig Buchvorstellungen und Diskussionen. Auf ca. 200 m² boten verschiedene Verlage, Buchhändler und Antiquariate Publikationen rund um die anarchistische Bewegung dar. Neben der Buchmesse in Biel handelt es sich bei der Buchmesse in Mannheim um die einzige derartige Veranstaltung mit explizit anarchistischem Bezug im deutschsprachigen Raum.

Die Anarchistische Gruppe Mannheim (AGM) organisiert alle zwei Jahre eine Buchmesse. Themenschwerpunkte wie Solidarische Ökonomie, soziale Kämpfe im internationalen Kontext und libertäre Literatur bestimmten das diesjährige Programm.

So berichtete etwa Juan Pablo Hudson bzw. seine Übersetzerin über selbstverwaltete Betriebe in Argentinien und stellte sein Buch "Wir übernehmen" vor. Zur Eröffnung der Buchmesse wurde die anarchistische Komödie "Sacco & Vanzetti" von Louis Lippa aufgeführt. In einer fesselnden Präsentation berichteten die "Karakök Autonomen" aus der Schweiz vor einem vollen Saal über ihre Erlebnisse zu Kriegsfolgen und Selbstverwaltung in Kobane. Aber auch lokale Initiativen stellten sich vor, wie die Projektinitiative "Selbstorganisiert in Mannheim" (SOMA), die ein soziales Zentrum aufbauen will.

Die Buchmesse konnte von dem seit einigen Jahren erhöhten Interesse an anarchistischen Ideen profitieren. Zahlreiche Publikationen erschienen in jüngster Zeit auch in deutscher Sprache. Vielerorts gründeten sich anarchistische Gruppen, die sich teilweise, wie auch die AGM, in der Föderation deutschsprachiger Anarchist*innen (FdA) organisieren.

Die Zeitschrift "Gaidao" der anarchistischen Föderation veröffentlichte zur Buchmesse eine Sondernummer mit dem ausführlichen Begleitprogramm der Buchmesse.

Die Anarchistische Buchmesse konnte darüber hinaus weitere Medienpartner gewinnen. Die AGM bedankt sich besonders bei der "Graswurzelrevolution", der "Direkte Aktion", der "Contraste", den "BeobachterNews", der "Le monde diplomatique", der "Analyse & Kritik" und anderen für die Unterstützung der Werbung für die Buchmesse.

Unser besonderer Dank gilt ebenfalls den Veranstaltungsorten Jugendkulturzentrum FORUM und dem Jugendzentrum in Selbstverwaltung "Friedrich Dürr" für die gute Kooperation und solidarische Unterstützung.

Aufgrund der sehr guten Rückmeldungen des Publikums, der Verlage und Ausstellenden sowie der Referierenden erwägt die AGM im Frühjahr 2017 eine weitere anarchistische Buchmesse in Mannheim zu gestalten.

28. April 2015
Anarchistische Gruppe Mannheim

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Anschlag auf die Pariser Satirezeitschrift Charlie Hebdo

Gestern, am 7. Januar, wurden bei einem Anschlag auf die Pariser Satirezeitschrift Charlie Hebdo mehrere Menschen getötet und andere zum Teil schwer verletzt. Wir verurteilen diesen gewaltsamen Angriff auf eine religions- und gesellschaftskritische Wochenzeitung und den Angriff auf die Presse- und Meinungsfreiheit. Wir erklären uns solidarisch mit den Überlebenden und Hinterbliebenen und drücken unser tiefstes Mitgefühl aus. Reaktionären Strömungen, welche versuchen diesen Terrorakt für ihre Propaganda zu missbrauchen, erteilen wir eine klare Absage und verurteilen ihr menschenverachtendes Spiel mit den Leben anderer.

Außerdem möchten wir auf diese Übersetzung eines Textes der französischen Basisgewerkschaft CNT-F hinweisen, welcher ein Beispiel für einen Umgang mit einer solchen Situation geben kann:

"Wir, die Journalisten und Arbeiter der Presse, der Medien, der Kultur und der Unterhaltung, haben mit Entsetzen von dem Anschlag gehört, dem die Redaktion von „Charlie Hebdo“ zu Opfer gefallen ist. Die berechtigten Gefühle, die durch den Tod oder die schweren, zugefügten Verletzungen an unseren Kollegen ausgelöst wurden, dürfen aber nicht die Oberhand über unsere Prinzipien gewinnen, die unsere Arbeit als Journalisten und unser Engagement bei der CNT leiten.

Diese Prinzipien bringen uns dazu diese Ereignisse mit emotionalem Abstand und Professionalität zu betrachten und nicht unter dem Einfluss von Wut und Emotionen zu handeln oder zu reden.

Diese Prinzipien bringen uns, heute wie gestern, dazu bei solch einem schockierenden Ereignis nicht im Affekt, unter Vorurteilen oder zugunsten von politischer Beeinflussung zu handeln. Diese Prinzipien bringen uns dennoch dazu zu sagen, dass kein Journalist, Presse- oder Medienmitarbeiter, kein Mensch für seine journalistische Arbeit oder für seine Worte sowie Meinungen bedroht, verletzt oder getötet werden darf.

Wir halten auch daran fest, dass wir es in keinem Moment akzeptieren, dass dieser Attentat für rassistische, hasserfüllte oder sicherheitstechnische politische Ziele durch jene missbraucht wird, die größtenteils für eine katastrophale gesellschaftliche Situation verantwortlich sind und welche Muslime und Migranten als Sündenböcke brandmarken.

Antikapitalisten, Selbstverwaltete und Antiautoritäre, wir, Arbeiter der Presse, der Medien, der Kultur und der Unterhaltung der CNT, werden uns nicht von unseren Prinzipien abbringen lassen und uns für nichts auf der Welt einschüchtern lassen.

Letztendlich, verurteilen wir dieses feige Attentat und erweisen den Opfern die letzte Ehre. […]"

Das berufsübergreifende Syndikat der Presse, der Medien, der Kultur und der Unterhaltung der Confédération nationale du travail (CNT-F)

Zum Originaltext

Ein informativer Beitrag zum gesellschaftspolitischen Hintergrund von "Charlie Hebdo", der am 08.01.2015 in der Online-Ausgabe des "Freitag" erschienen ist:

www.freitag.de/autoren/reinhardt-gutsche/wir-sind-charlie-hebdo-1

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Urbanität solidarisch gestalten

Die Mieten steigen ständig. Die Energiekosten erhöhen sich. Verstärkt wird in Immobilien investiert, um mehr Profit zu machen. Teure Prestigeprojekte werden hochgezogen. Ganze Stadtteile, wie der Jungbusch, werden "aufgewertet". Aufwertung heißt mehr Miete. Wer nicht zahlen kann, muss weg. Einkommensschwache Menschen werden schrittweise aus den Innenstädten verdrängt. Auch Zwangsräumungen sind nicht unüblich. Wie überall im Kapitalismus nimmt die soziale Ungerechtigkeit zu. Das Menschenrecht auf Wohnen verkommt zur marktgerechten Ware, bei der ausschließlich der Gewinn zählt.

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"PROJEKT A

... taucht ein in die Welt der Anarchie. Ein Dokumentarfilm über Menschen, die erste Schritte in Richtung einer neuen Gesellschaft wagen. Sie träumen von einer Welt ohne Herrschaft und ohne Ausbeutung, organisiert nach dem Prinzip der gegenseitigen Hilfe."

Das verspricht der Film bereits jetzt von sich, noch eine Weile bevor der Film überhaupt fertiggestellt ist.

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Blick nach Kobane – Reisebericht

Karakök Autonome, in der schweiz aktive AnarchistInnen, haben auf ihrer Website diesen aus mehreren Teilen bestehenden Reisebericht online gestellt. Der Bericht stammt aus Suruc, einem Nachbarort von Kobane, der größten Stadt in der nordsyrischen Gegend Rojave, Grenzstadt zur Türkei, angegriffen von IS-Milizen, verteidigt von kurdischen KämpferInnen.

Teil 2, 30.10.2014

Teil 1, 19.10.2014

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Solidaritätserklärung mit Gord Hill

Die Anwesenden der Veranstaltung "Anarchie und Kunst" am 19. Juni 2014 in Mannheim protestieren gegen die staatliche Repression gegenüber dem Künstler Gord Hill und seinen Freund*innen.

Wir sind solidarisch mit ihrem Engagement gegen den Bau von Pipelines auf indigenem Land in Kanada. Wir wünschen ihnen viel Kraft und Ausdauer in ihrem Kampf.

Einstimmig angenommen von rund 50 Besucher*innen.

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Gord Hill bekam am 03. Juni 2014 Besuch von der Polizei. Sämtliche Bewohner*innen wurden verhaftet, das Haus wurde auf den Kopf gestellt, Computer etc. wurden beschlagnahmt:

Ein ausführlicher Bericht auf englisch findet sich bei der Vancouver Media Co-op.

Und hier eine Update dazu – ebenfalls englischsprachig.

Weitere Information zu Gord Hill und zum Bau von Pipelines in Kanada auf Gord Hills Website warriorpublications.wordpress.com

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Schriftenreihe

Anlässlich des nunmehr 10-jährigen Bestehens der Anarchistischen Gruppe Mannheim und mit rechtzeitigem Erscheinen zur Buchmesse 2013 haben wir uns entschieden, eine Reihe mit vorerst vier Ausgaben herauszugeben.

Hier das Vorwort:

Mit dieser Reihe möchten wir Texte vorstellen, die wir aus verschiedenen Gründen aus einer anarchistischen Perspektive für interessant halten. Diese Texte sind weder eine Stellungnahme unserer Gruppe zu einzelnen Themen, noch sagen wir, dass sie bedeutend wären, um ›den Anarchismus‹ zu verstehen. Nein, bei unserer kleinen Schriftenreihe möchten wir Texten eine weitere Verbreitung ermöglichen, die einzelne Mitglieder unserer Gruppe aus individuellen Vorlieben als lesenswert erachten. Wir möchten mit unserer Auswahl lediglich Diskussionen und Gedanken mit offenem Ergebnis anregen.

Ist der Anarchismus (noch) links?
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Anarchismus und Gewalt
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Pjotr Alexejewitsch Kropotkin
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Wieso soll ich sexistisch sein? Ich bin Anarchist!
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Selbstdarstellung der Anarchistischen Gruppe Mannheim

Selbstdarstellung der Anarchistischen Gruppe Mannheim

Unseren Selbstdarstellungsflyer könnt ihr als PDF herunterladen:

Selbstdarstellung (1,6 MB)

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Für alle, die es noch nicht wissen: Wir sind seit einiger Zeit bei Twitter und zwitschern fröhlich Nachrichten in die Welt. Die könnt Ihr mitlesen, indem Ihr entweder auf das Twitter-Logo oben oder "weiterlesen" unten klickt.

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Terminkalender:

20.05.2015
Offenes Treffen der Anarchistischen Gruppen Mannheim
20.00 Uhr · ASV · Beilstraße 12 (Hinterhaus) · Mannheim



02.06.2015
SOMA (Selbstorganisiert in Mannheim)
Planungstreffen
20.00 Uhr · ASV · Beilstraße 12 (Hinterhaus) · Mannheim



07.06.2015
Vokü der Anarchistischen Gruppe Mannheim
19.00 Uhr · ASV · Beilstraße 12 (Hinterhaus) · Mannheim