Anarchistische Gruppe Mannheim

"Mietrebellen" – Widerstand gegen den Ausverkauf der Stadt

Filmvorführung mit Regisseur und anschließender Podiumsdiskussion unter Teilnahme von betroffenen Mieter*innen und stadtpolitisch Aktiven

07.03.2015 · 19.00 Uhr · Café im Jugendkulturzentrum FORUM · Neckarpromenade 46 · Mannheim

BERLIN – In den letzten Jahren hat sich die Hauptstadt rasant verändert. Wohnungen, die lange als unattraktiv galten, werden von Anleger*innen als sichere Geldanlagen genutzt. Massenhafte Umwandlungen in Eigentumswohnungen und Mietsteigerungen in bisher unbekanntem Ausmaß werden alltäglich. Die sichtbaren Mieter*innenproteste in der schillernden Metropole Berlin sind eine Reaktion auf die zunehmend mangelhafte Versorgung mit bezahlbarem Wohnraum.

Der Film ist ein Kaleidoskop der Mieter*innenkämpfe in Berlin gegen die Verdrängung aus den nachbarschaftlichen Lebenszusammenhängen. Eine Besetzung des Berliner Rathauses, das Camp einer Mieter*inneninitiative am Kottbusser Tor, der organisierte Widerstand gegen Zwangsräumungen und der Kampf von Rentner*innen um ihre altersgerechten Wohnungen und eine Freizeitstätte symbolisieren den neuen Aufbruch der urbanen Protestbewegung.

MANNHEIM – Anschließend an den Film findet eine Podiumsdiskussion mit dem Filmemacher Matthias Coers aus Berlin zum Film und über die Situation in Mannheim statt. Beteiligen wird sich die Initiative «FairMieten: Gegen Mietwucher in Neckarstadt-Ost», die sich gegen Gentrifizierungsprozesse und Mietspekulation in der Neckarstadt-Ost einsetzt und die «Bewohnerinitiative: Kein Abriss am Adolf-Damaschke-Ring» in Feudenheim/Mannheim, wo die Bewohner*innen momentan mit der städtischen Baugesellschaft GBG über Sanierungs- und gegen Abrissvorhaben verhandeln. Gemeinsam mit ihnen wird sich das stadtpolitische Bündnis «Wem gehört die Stadt?» den Fragen widmen, wie bezahlbarer Wohnraum erhalten und das Zusammenleben in der Stadt solidarisch gestaltet werden kann.

Infos zum Film, Interviews, Reportagen und mehr findet ihr hier: www.mietrebellen.de

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Anschlag auf die Pariser Satirezeitschrift Charlie Hebdo

Gestern, am 7. Januar, wurden bei einem Anschlag auf die Pariser Satirezeitschrift Charlie Hebdo mehrere Menschen getötet und andere zum Teil schwer verletzt. Wir verurteilen diesen gewaltsamen Angriff auf eine religions- und gesellschaftskritische Wochenzeitung und den Angriff auf die Presse- und Meinungsfreiheit. Wir erklären uns solidarisch mit den Überlebenden und Hinterbliebenen und drücken unser tiefstes Mitgefühl aus. Reaktionären Strömungen, welche versuchen diesen Terrorakt für ihre Propaganda zu missbrauchen, erteilen wir eine klare Absage und verurteilen ihr menschenverachtendes Spiel mit den Leben anderer.

Außerdem möchten wir auf diese Übersetzung eines Textes der französischen Basisgewerkschaft CNT-F hinweisen, welcher ein Beispiel für einen Umgang mit einer solchen Situation geben kann:

"Wir, die Journalisten und Arbeiter der Presse, der Medien, der Kultur und der Unterhaltung, haben mit Entsetzen von dem Anschlag gehört, dem die Redaktion von „Charlie Hebdo“ zu Opfer gefallen ist. Die berechtigten Gefühle, die durch den Tod oder die schweren, zugefügten Verletzungen an unseren Kollegen ausgelöst wurden, dürfen aber nicht die Oberhand über unsere Prinzipien gewinnen, die unsere Arbeit als Journalisten und unser Engagement bei der CNT leiten.

Diese Prinzipien bringen uns dazu diese Ereignisse mit emotionalem Abstand und Professionalität zu betrachten und nicht unter dem Einfluss von Wut und Emotionen zu handeln oder zu reden.

Diese Prinzipien bringen uns, heute wie gestern, dazu bei solch einem schockierenden Ereignis nicht im Affekt, unter Vorurteilen oder zugunsten von politischer Beeinflussung zu handeln. Diese Prinzipien bringen uns dennoch dazu zu sagen, dass kein Journalist, Presse- oder Medienmitarbeiter, kein Mensch für seine journalistische Arbeit oder für seine Worte sowie Meinungen bedroht, verletzt oder getötet werden darf.

Wir halten auch daran fest, dass wir es in keinem Moment akzeptieren, dass dieser Attentat für rassistische, hasserfüllte oder sicherheitstechnische politische Ziele durch jene missbraucht wird, die größtenteils für eine katastrophale gesellschaftliche Situation verantwortlich sind und welche Muslime und Migranten als Sündenböcke brandmarken.

Antikapitalisten, Selbstverwaltete und Antiautoritäre, wir, Arbeiter der Presse, der Medien, der Kultur und der Unterhaltung der CNT, werden uns nicht von unseren Prinzipien abbringen lassen und uns für nichts auf der Welt einschüchtern lassen.

Letztendlich, verurteilen wir dieses feige Attentat und erweisen den Opfern die letzte Ehre. […]"

Das berufsübergreifende Syndikat der Presse, der Medien, der Kultur und der Unterhaltung der Confédération nationale du travail (CNT-F)

Zum Originaltext

Ein informativer Beitrag zum gesellschaftspolitischen Hintergrund von "Charlie Hebdo", der am 08.01.2015 in der Online-Ausgabe des "Freitag" erschienen ist:

www.freitag.de/autoren/reinhardt-gutsche/wir-sind-charlie-hebdo-1

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Urbanität solidarisch gestalten

Die Mieten steigen ständig. Die Energiekosten erhöhen sich. Verstärkt wird in Immobilien investiert, um mehr Profit zu machen. Teure Prestigeprojekte werden hochgezogen. Ganze Stadtteile, wie der Jungbusch, werden "aufgewertet". Aufwertung heißt mehr Miete. Wer nicht zahlen kann, muss weg. Einkommensschwache Menschen werden schrittweise aus den Innenstädten verdrängt. Auch Zwangsräumungen sind nicht unüblich. Wie überall im Kapitalismus nimmt die soziale Ungerechtigkeit zu. Das Menschenrecht auf Wohnen verkommt zur marktgerechten Ware, bei der ausschließlich der Gewinn zählt.

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"PROJEKT A

... taucht ein in die Welt der Anarchie. Ein Dokumentarfilm über Menschen, die erste Schritte in Richtung einer neuen Gesellschaft wagen. Sie träumen von einer Welt ohne Herrschaft und ohne Ausbeutung, organisiert nach dem Prinzip der gegenseitigen Hilfe."

Das verspricht der Film bereits jetzt von sich, noch eine Weile bevor der Film überhaupt fertiggestellt ist.

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Blick nach Kobane – Reisebericht

Karakök Autonome, in der schweiz aktive AnarchistInnen, haben auf ihrer Website diesen aus mehreren Teilen bestehenden Reisebericht online gestellt. Der Bericht stammt aus Suruc, einem Nachbarort von Kobane, der größten Stadt in der nordsyrischen Gegend Rojave, Grenzstadt zur Türkei, angegriffen von IS-Milizen, verteidigt von kurdischen KämpferInnen.

Teil 2, 30.10.2014

Teil 1, 19.10.2014

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Solidaritätserklärung mit Gord Hill

Die Anwesenden der Veranstaltung "Anarchie und Kunst" am 19. Juni 2014 in Mannheim protestieren gegen die staatliche Repression gegenüber dem Künstler Gord Hill und seinen Freund*innen.

Wir sind solidarisch mit ihrem Engagement gegen den Bau von Pipelines auf indigenem Land in Kanada. Wir wünschen ihnen viel Kraft und Ausdauer in ihrem Kampf.

Einstimmig angenommen von rund 50 Besucher*innen.

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Gord Hill bekam am 03. Juni 2014 Besuch von der Polizei. Sämtliche Bewohner*innen wurden verhaftet, das Haus wurde auf den Kopf gestellt, Computer etc. wurden beschlagnahmt:

Ein ausführlicher Bericht auf englisch findet sich bei der Vancouver Media Co-op.

Und hier eine Update dazu – ebenfalls englischsprachig.

Weitere Information zu Gord Hill und zum Bau von Pipelines in Kanada auf Gord Hills Website warriorpublications.wordpress.com

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Schriftenreihe

Anlässlich des nunmehr 10-jährigen Bestehens der Anarchistischen Gruppe Mannheim und mit rechtzeitigem Erscheinen zur Buchmesse 2013 haben wir uns entschieden, eine Reihe mit vorerst vier Ausgaben herauszugeben.

Hier das Vorwort:

Mit dieser Reihe möchten wir Texte vorstellen, die wir aus verschiedenen Gründen aus einer anarchistischen Perspektive für interessant halten. Diese Texte sind weder eine Stellungnahme unserer Gruppe zu einzelnen Themen, noch sagen wir, dass sie bedeutend wären, um ›den Anarchismus‹ zu verstehen. Nein, bei unserer kleinen Schriftenreihe möchten wir Texten eine weitere Verbreitung ermöglichen, die einzelne Mitglieder unserer Gruppe aus individuellen Vorlieben als lesenswert erachten. Wir möchten mit unserer Auswahl lediglich Diskussionen und Gedanken mit offenem Ergebnis anregen.

Ist der Anarchismus (noch) links?
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Anarchismus und Gewalt
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Pjotr Alexejewitsch Kropotkin
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Wieso soll ich sexistisch sein? Ich bin Anarchist!
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Selbstdarstellung der Anarchistischen Gruppe Mannheim

Selbstdarstellung der Anarchistischen Gruppe Mannheim

Unseren Selbstdarstellungsflyer könnt ihr als PDF herunterladen:

Selbstdarstellung (1,6 MB)

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Für alle, die es noch nicht wissen: Wir sind seit einiger Zeit bei Twitter und zwitschern fröhlich Nachrichten in die Welt. Die könnt Ihr mitlesen, indem Ihr entweder auf das Twitter-Logo oben oder "weiterlesen" unten klickt.

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Terminkalender:

01.03.2015
Vokü der Anarchistischen Gruppe Mannheim
19.00 Uhr · ASV · Beilstraße 12 (Hinterhaus) · Mannheim



07.03.2015
"Mietrebellen" – Widerstand gegen den Ausverkauf der Stadt
Filmvorführung und Diskussion
Veranstaltet vom stadtpolitischen Bündnis WGDS?
19.00 Uhr · Café im Jugendkulturzentrum FORUM · Neckarpromenade 46 · Mannheim



20.03.2015
"Lügenpresse" oder Medienmainstream? Warum die Medien berichten, wie sie berichten.
Vortrag und Diskussion mit Torsten Bewernitz
Veranstaltet von INPUT Mannheim/Heidelberg
20.00 Uhr · Wild West · Alphornstraße 38 · Mannheim